Im Rahmen des amerikanischen NEVI-Programms (National Electric Vehicle Infrastructure) hat New Jersey rund 300 Millionen US-Dollar erhalten, um ein flächendeckendes Netz an Schnellladestationen entlang der Hauptverkehrsachsen aufzubauen. Das Geld liegt bereit – gebaut wurde bislang jedoch nichts, wie eine Recherche der Asbury Park Press enthüllt.
Als Gründe werden langwierige Genehmigungsverfahren, administrative Engpässe und Verzögerungen bei der Vergabe von Bauaufträgen genannt. Für E-Auto-Fahrer ist das frustrierend: Gerade auf längeren Strecken ist eine verlässliche öffentliche Ladeinfrastruktur unverzichtbar, damit die Elektromobilität im Alltag funktioniert.
In Deutschland und Österreich kennt man ähnliche Probleme: EU-kofinanzierte Ladeprojekte scheitern häufig nicht am fehlenden Budget, sondern an komplizierten Ausschreibungsverfahren und kommunalen Zuständigkeitsfragen. Dabei zeigen Best-Practice-Beispiele etwa aus den Niederlanden, dass schnelle Genehmigungsprozesse und klare Zuständigkeiten den entscheidenden Unterschied machen.
Der Fall New Jersey ist ein Warnsignal für die gesamte Energiewende im Verkehrssektor: Politische Bekenntnisse zur Elektromobilität müssen von schlanken Verwaltungsstrukturen und konsequenter Umsetzung begleitet werden. Andernfalls bleibt selbst milliardenschwere Förderung wirkungslos.
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Quelle: NJ hasn't built any EV charging stations with $300M in federal money - Asbury Park Press - Google News — EV· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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