Iran-Konflikt treibt Aluminiumpreise auf Zweijahreshoch
Irans Angriffe auf Aluminiumhütten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain haben den Aluminiumpreis um 11 % in die Höhe getrieben – der höchste Stand seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022. Die Folgen spüren auch europäische Energiemärkte und die Lieferketten der Energiewende.

Im Podcast This Week in Cleantech analysierte Bianca Giacobone von Latitude Media, wie iranische Militärangriffe auf Aluminiumhütten in den VAE und Bahrain die globalen Rohstoffmärkte erschüttert haben. Die betroffenen Anlagen gehören zu den bedeutendsten Aluminiumproduzenten der Golfregion.
Infolge der Angriffe stieg der Aluminiumpreis um 11 % und erreichte damit das höchste Niveau seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022. Damals hatte der Preisanstieg bereits gezeigt, wie anfällig industrielle Lieferketten gegenüber geopolitischen Verwerfungen sind.
Aluminium ist ein zentraler Werkstoff der Energiewende: Es wird für Solarmodulrahmen, Windkraftkomponenten, Stromleitungen und Batteriegehäuse benötigt. Steigende Aluminiumpreise könnten Investitionen in Photovoltaik und Windkraft in Deutschland, Österreich und der gesamten EU verteuern und Ausbauziele gefährden.
Die Episode verdeutlicht, dass die Versorgungssicherheit mit Industrierohstoffen wie Aluminium für das Gelingen der Energiewende ebenso wichtig ist wie Förderprogramme und Netzausbau. Geopolitische Risiken müssen in der europäischen Rohstoffstrategie stärker berücksichtigt werden.
Quelle: Why the effects on the Iran conflict will be felt on the US grid – This Week in Cleantech — Renewable Energy World· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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